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Denguefieber

21.04.2017 - 15:04

Das Denguefieber ist eine Virusinfektion, die weit verbreitet in tropischen Ländern ist. Die Krankheit wird durch Stechmücken (Aedes-Mücken) übertragen und tritt in über 100 tropischen und subtropischen Ländern der Welt auf. In Deutschland ist die Krankheit nicht heimisch. Weltweit erkranken 50 Millionen Menschen pro Jahr am Denguefieber. Besonders stark verbreitet ist das Denguefieber in Lateinamerika, Südostasien, Teilen Afrikas und dem Westpazifik. Die Viruserkrankung zählt zu den stärksten durch Mücken verbreiteten Viren weltweit. Besonders in großen Städten sollte man auf sich Acht geben, da sich hier die Virusinfektion rasch verbreitet. 
 
Das Denguefieber gehört zu der Gattung Flaviviren. Zu seinen Verwandten zählen das Gelbfiebervirus, das FSME-Virus, das West-Nil-Virus und das Virus der japanischen Enzephalitis. Insgesamt gibt es vier verschiedene Virusformen vom Denguefieber, die allesamt über Aedes-Mücken übertragen werden. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Infiziert sich der Erkrankte mit einer Form des Denguefiebers, ist er in der Zukunft gegen diese Erkrankungsform immun, nicht aber gegen die anderen drei Erkrankungsformen. Folglich kann ein Mensch maximal viermal in seinem Leben am Denguefieber erkranken. Tritt das Dengufieber bei den Erkrankten zum zweiten Mal in einer anderen Form auf, verläuft die Krankheit oftmals komplizierter, schwerwiegender und kann zum Tod führen.
 
Die Inkubationszeit, d.h. die Zeit zwischen dem Stich der Mücke und dem Ausbruch der Erkrankung, beträgt in der Regel 3 – 14 Tage. Die Viruserkrankung äußert sich häufig durch sehr unspezifische Symptome. Bei dem klassischen Denguefieber leiden viele Erkrankte an Glieder-, Gelenk-, Augen- und Kopfschmerzen wie bei einer gewöhnlichen Grippe. Bei manchen Betroffenen kommt es auch zu einem rötelähnlichen Hautausschlag mit Juckreiz. Die Symptome außer Übelkeit und Appetitlosigkeit, die mehrere Wochen andauern können, verschwinden bei den Erkrankten normalerweise nach einer Woche. Bei manchen Menschen, insbesondere Kindern, treten die Symptome oftmals gar nicht erst auf.
 
Denguefieber tritt hauptsächlich in drei klinischen Formen auf: - Denguefieber als akute fiebrige Krankheit mit plötzlichen Fieberausbrüchen, gefolgt von generalisierten Symptomen und manchmal auch fleckigem Hautausschlag. Wegen der starken Muskelschmerzen wird die Krankheit auch als "breakbone fever" bezeichnet. Das Fieber kann biphasisch verlaufen (zum Beispiel in zwei getrennten Fieberschüben oder -wellen). Die meisten Patienten erholen sich nach ein paar Tagen. - Hämorrhagisches Denguefieber beginnt mit einem akuten Fieberausbruch, gefolgt von anderen Symptomen aufgrund von Thrombozytopenien, verstärkter Gefäßpermeabilität und Blutungen. - Dengue-Schock-Syndrom entwickelt sich nur bei einer geringen Anzahl der Fälle. Eine schwerer Blutdruckabfall bedingt durch Flüssigkeitsverlust bedarf umgehender medizinischer Behandlung. Ohne adäquate Behandlung enden 40 bis 50 Prozent der Fälle tödlich; wird die Behandlung rechtzeitig eingeleitet, liegt die Sterberate bei einem Prozent und darunter
 
Das Virus kann im Rahmen einer Blutuntersuchung beim Arzt zwischen dem dritten und siebten Krankheitstag diagnostiziert werden durch den Nachweis von Antikörpern im Blut oder durch den Beleg des Denguefieber-Erbgutes anhand von Labortests.
 
Die Therapie erfolgt mit fieber- und schmerzsinkenden Medikamenten. Bei einem schweren Krankheitsverlauf muss eine Behandlung im Krankenhaus erfolgen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch keinen Impfstoff gegen das Denguefieber. Reisenden in den betroffenen Ländern ist ein guter Mückenschutz zur Vorbeugung zu empfehlen.