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Hospiz

4.06.2012 - 13:06

Durch die Hospizbewegung in Deutschland entsteht ein Umdenken zum Thema Tod. Viele Menschen verbinden mit dem Tod einen Verlust und somit ein negatives Gefühl. Das Bewusstsein, dass der Abschnitt genauso wie die Geburt oder das Heranwachsen zum Leben gehört, wird häufig verdrängt.

Das erste Hospiz in Deutschland nahm 1986 die Arbeit auf. Parallel dazu wurden Palliativstationen in den Krankenhäusern eingerichtet, wodurch ein neues medizinisches Fach- und Forschungsgebiet entstand. Deutschlandweit gibt es 140 stationäre Hospize und 1500 ambulante Hospizdienste.

Die Patienten dieser Einrichtungen verbindet das gleiche Profil: Sie haben eine unheilbare Krankheit, an der sie sterben werden. Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht die Sterbebegleitung durch Schmerzbehandlung und psycho-soziale Unterstützung.

Die Hospizbewegung ist gekennzeichnet durch ehrenamtliches Engagement. Heute arbeiten rund 80.000 Ehrenamtliche in deutschen Hospizen. Die Ehrenamtlichen haben keine berufliche Qualifikation für die Hospizarbeit und arbeiten unentgeltlich. Durch Schulungen und Seminare bereiten sie sich auf Ihre emotional belastende Arbeit vor.

Die Anzahl der Hospize in Deutschland steigt stetig an, was die gesellschaftliche Akzeptanz der Themen Sterben und Tod fördert. Es bleibt zu hoffen, dass das Engagement für die Menschen, die ihren Beitrag für die Gesellschaft geleistet haben, weiter besteht.

Quelle:
  • Deutscher Hospiz- und PalliativVerband

Autor: Undine von Hoyningen-Huene - pm pflegemarkt.com GmbH

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